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Tipps zum Durchhalten
Die Zeit mit dem Baby ist wunderbar, aber auch ganz schön anstrengend. Welche von uns Müttern hat nicht schon mit Erschöpfung, Überforderung, Wut und Hilflosigkeit gekämpft. Daher haben wir für euch ein paar Tipps gegen den Baby-Blues zusammengestellt.
Sich auf das "Abenteuer Kind" einlassen, heißt auch, seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche erst einmal zurückzustellen. Aber es lohnt sich. Denn gerade die ersten Jahre sind sehr wichtig in der körperlichen und emotionalen Entwicklung eures Kindes. Und Verwöhnen kann man ein Kind in der ersten Zeit nicht. Das einzige, was man tut, ist die Befriedigung seiner Bedürfnisse. Wir erwachsenen Menschen sind ja auch nicht alle gleich. Wir haben auch nicht pünktlich um 12 Uhr mittags Hunger, aber wir haben gelernt zu warten. Ein kleines Kind kann dies noch nicht. Manche Kinder haben alle 2 Stunden Hunger. Das ist zwar anstrengend, aber die Kinder auf längere Pausen hinauszuzögern bringt nichts. Das Kind schreit, weil es hungert, die Mutter ist gestresst, weil das Kind weint. Daraus wird ein frustrierender Kreislauf der allen schadet. Deshalb, hört auf eure eigene Stimme. Und vielleicht können unsere Tipps euch ein wenig Hilfe bieten:
Euer Baby schläft - und ihr? 
Gerade in der ersten Zeit, wenn euer Kleines nachts noch oft aufwacht, braucht ihr tagsüber vielleicht auch ein paar Minuten Ruhe. Legt euch doch einfach auch mal ins Bett oder aufs Sofa, wenn euer Baby schläft. Die Pausen tun euch sicherlich gut.
Das Baby immer dabei?
Ja, das ist eine Sache, die nicht einfach ist. Ab etwa 3-5 Monaten mögen die meisten Babys nicht mehr alleine in einem Raum zu sein. Sie brauchen Blickkontakt und die Bestätigung, dass jemand da ist. Je nach Aufteilung der Wohnung könnt ihr zum Beispiel mit einem Türgitter die Küche absichern. So könnt ihr in der Küche arbeiten, während euer Kind im Nebenzimmer auf der Krabbeldecke liegt und euch sieht und hört. Bei älteren Kindern, die schon krabbeln, ist das meist nicht mehr so einfach. Sie stehen dann zornig am Gitter und wollen auch in die Küche. Dann könntet ihr sie in einen Hochstuhl an die Küchentheke stellen und helfen lassen. Geschälte Kartoffel in den Topf legen lassen, mit Löffeln spielen oder wenn es damit zufrieden ist, einfach nur zuschauen lassen. Wenn Babys viel Körperkontakt brauchen, bietet sich ein Tragesack oder ein Tragetuch an.
Den Haushalt mal in Ruhe lassen!
Der Geschirrspüler oder die Bügelwäsche können durchaus einmal warten. Macht doch einfach am Wochenende mit eurem Partner gemeinsam einen Putztag, dann habt ihr unter der Woche, falls ihr mit dem Baby dann alleine seit, weniger Druck alles erledigen zu müssen.
Freiräume schaffen!
Mit der Hilfe von Großeltern, Geschwistern oder Freunden könnt ihr auch mal ein paar Stunden Babypause einlegen. Während Oma und Opa ihr Enkelkind spazieren fahren, dann habt ihr Zeit für ein Bad, für ein paar Seiten in einem Buch oder einfach mal zum Ausruhen. Die Zeit solltet ihr dann wirklich nur für euch verwenden und nicht für den Haushalt.
Großzügiger sein!
Sobald euer Kind älter ist, und auch mal Brei und Brot bekommt, wird es sich zwangsläufig häufig schmutzig machen. Ihr könnt es unter viel Stress ständig umziehen (trotz Lätzchen werden Pulli und Hose garantiert etwas abbekommen) und euch damit viel Wäsche bescheren. Oder ihr schaut einfach mal darüber hinweg. Genauso wie über Wäscheberge, ungeputzte Fenster und immer noch nicht angenähte Knöpfe.
Kleine Missgeschicke!
Das Essen wird für euch zur Bewährungsprobe sobald euer Kleines den Löffel und seine Hände entdeckt hat. Dass es euch nervt, wenn zum wiederholten Male der Becher umgeworfen wird oder der Blumenkohl auf dem Boden landet, ist klar. Aber euer Kind lernt ja noch, und wenn ihr ihm zeigt dass es nicht schlimm ist, dann geht es weniger ängstlich an die neuen Sachen um zu lernen. Und mit der Zeit wird es immer geschickter und solche Malheure passieren nur noch selten.
Gute Organisation
So ein Baby bringt alles durcheinander. Ihr habt jetzt einen "Chef" im Haus, der das ganze Leben bestimmt. Damit dabei kein Chaos aufkommt, hilft vielen ein geregelter Tagesablauf. Im Laufe der Zeit werden sich die Schlafphasen eures Kindes einpendeln, so dass ihr den Tag danach ausrichten könnt. Dann sind eventuelle Termine eben nur noch zwischen 10 und 12 Uhr möglich. Mit einem nörgeligen Baby habt ihr nämlich keinen Spaß in der Babygruppe, wenn eigentlich genau in der Zeit sein Vormittagsschläfchen liegt.
Den Vater beteiligen
Gerade wenn der Vater wieder arbeitet und ihr mit dem Baby zu Hause seid, ist es wichtig den beiden Vater-Kind-Zeiten zu ermöglichen. Vielleicht könnt ihr dafür ja feste Termine vereinbaren. Lasst auch die Väter mal wickeln und füttern, selbst, wenn sie es vielleicht am Anfang ein bisschen ungeschickt machen. Da hilft nur Gelassenheit und die Kunst mal Fünfe gerade sein zu lassen, wenn der Vater die falschen Windeln kauft.
Und wenn gar nichts mehr geht hilft euch das Mütter-Mantra:
Es ist nur eine Phase! Es ist nur eine Phase! Es ist nur eine Phase! Es ist nur ..