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Geburtsberichte aus dem St. Elisabeth-Krankenhaus
Erfahrungsbericht von Inga
Ich habe vor wenigen Tagen zum zweiten Mal innerhalb von 2 Jahren im St. Elisabeth Krankenhaus in Hohenlind entbunden und bin nach wie vor begeistert. Die Kreissäle sind sehr persönlich und einladend. Die Hebammen halte ich für sehr kompetent und einfühlsam. Sie scheinen immer genau zu wissen, wann man lieber seine Ruhe haben möchte und wann sie einem mit Rat und Tat, aber auch mit Anfeuern und Erklärungen zur Seite stehen können. Auch die Väter werden unterstützt und beim Geburtsvorgang voll mit einbezogen. Kinderschwestern und Ärzte sowie die jeweiligen Stationsschwestern sind eigentlich immer für einen da.
Da ich nach der Geburt unseres ersten Kindes mit einem Stillproblem noch ein einmal an der Brust operiert worden bin, hat mich in dieser Zeit besonders beeindruckt, dass man – obwohl ich wegen der Schmerzen nicht mehr weiter stillen wollte- mich ganz behutsam wieder ans Stillen herangeführt hat und ich somit meinen Sohn glücklich 9 Monate gestillt habe. Zwar hätte man auch meinen Wunsch auf Abstillen respektiert, aber die Hebammen waren so feinfühlig zu wissen, was ich eigentlich wirklich wollte. Dafür bin ich ihnen bis heute sehr dankbar.
2004
Erfahrungsbericht von Tanja
Im Sommer 2003 habe ich meine Tochter im St. Elisabeth Krankenhaus in Köln Hohenlind entbunden. Wir haben uns für dieses Krankenhaus entschieden, da dieses Krankenhaus das nächstgelegene von unserer Wohnung ist. Mit dieser Wahl haben wir einen absoluten Glückstreffer gemacht. Schon bei dem Infoabend (jeden Montag/Donnerstag im Kreissaal um 20 Uhr) für werdende Mütter und Väter hat diese geburtshilflich - gynäkologische Abteilung bei uns einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Bei dem Infoabend wurde uns der Kreissaal und die Wöchnerinnenstation gezeigt und Informationen über die Entbindungsmöglichkeiten, Schmerzmittel unter der Geburt, Betreuung durch Ärzte und Hebammen, Betreuung im Wochenbett etc gegeben. Auch persönliche Fragen zur Entbindung wurden ausführlich beantwortet.
Da meine Tochter erst 14 Tage nach dem errechneten Termin zur Welt kam, musste ich am Wochenende immer ins Elisabeth Krankenhaus in den Kreissaal, damit auch am Wochenende CTG d.h. Wehenschreibung, Muttermundkontrolle und Ultraschall gemacht wurde. Die Kontrolle ist bei Übertragung so engmaschig, da die Gefahr besteht das die Gebärmutter an Leistungsfähigkeit verliert und das Baby nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Solange die Herztöne des Babys o.K. sind und das Fruchtwasser ausreichend vorhanden ist, wird die Geburt nicht eingeleitet. Erst am 14 Übertragungstag wird die Geburt künstlich eingeleitet. Ich hatte absolut Angst vor einer künstlichen Einleitung, da dies extrem schmerzhaft ist, da durch den Wehentropf ganz schnell Wehen einschießen, der Körper sich nicht langsam an die stärker werdenden Wehen gewöhnen kann und man wenig Wehenpausen hat. Ich hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass unser Baby schon vorher kommt, damit ich davor verschont bleibe.
Am 12 Übertragungstag war ich wieder im Kreissaal zur Wehenschreibung. Glücklicherweise gab mir dort eine Hebamme homöopathische Globolis d.h. Kügelchen mit nach Hause, wovon ich im Abstand von 4 Stunden immer zwei unter die Zunge legen solle. Dies war ein Versuch die Geburt und Wehen in Gang zu setzten, Bisher hatte sich bei mir noch absolut nichts getan. Keine Wehen und auch noch keine Öffnung des Muttermundes. Und siehe da gegen Abend setzten die Wehen ein und kurze Zeit später fing auch mein Muttermund an sich zu öffnen. Wir fuhren gleich ins Krankenhaus. Gleich wurde ich in eine freien Kreissaal gelegt. Da ich mich schon in der 36 Schwangerschaftswoche dort zur Geburt angemeldet habe, war schon eine Akte von mir angelegt. Dann ging eigentlich alles relativ schnell. Innerhalb der nächsten 8 Stunde war unsere Tochter auf der Welt. Bis zum Blasensprung waren die Wehen für mich erträglich und in den Wehenpausen konnte ich neue Kraft schöpfen. Ich hab meine Wehen immer im Stehen zu Musik weggetanzt. Das hat mir super über den Schmerz geholfen! Alle Kreissäle sind mit einem CD Radio ausgestattet und so kann man seine Lieblings-CDs mitbringen oder Radio hören. Zudem sind dort CDs mit Entspannungsmusik vorhanden.
Nach dem Blasensprung schossen ganz heftige Wehen mit kaum Wehenpausen ein und der Schmerz war fast unerträglich. Ich hatte das Gefühl, dass ich den Verstand verliere und war total hysterisch. Zum Glück schaffte es die Hebamme mich zu beruhigen und leitete mich zum richtigen Atmen an. Dann besprach sie mit uns Möglichkeiten zur Schmerzlinderung. Da ich eigentlich nichts von chemischen Schmerzmitteln halte, versuchten wir es erst mal auf natürlichem Weg. Da ich für mein Leben gerne Bade, bereitete die Hebamme mir ein schönes Bad mit Entspannungsbadeöl vor, aber leider verstärkten sich bei mir die Wehen in der Badewanne, so dass ich nach kurzer Zeit wieder aus der Wanne stieg.
Eigentlich hatte ich immer Angst vor einer Rückenmarksspritze und lehnte dies ab, aber unter diesen Schmerzen war mir alles egal. Hauptsache diese Schmerzen verschwinden und so willigte ich einer PDA ein. Von dem Setzten der PDA durch den Arzt habe ich nichts gespürt. Im Nachhinein hätte ich mir schon eher eine PDA setzten lassen und würde mich jeder Zeit wieder dafür entscheiden. Die PDA war so erleichternd, dass der Rest der Geburt nur noch ein Klacks war. Ich habe zwar unterschwellig Wehen gespürt, was auch wichtig ist wegen dem Pressen, ist, aber es war nicht mehr schmerzhaft. Nach dem Setzten der PDA ging alles total schnell und meine Tochter war innerhalb der nächsten Stunde geboren. Damit wir diesen Glücksmoment richtig intensiv erleben konnten wurde unsere Tochter erst mal auf meine Brust gelegt und mein Mann konnte die Nabelschnur durchtrennen, bevor zu den üblichen Untersuchungen kam. Meine Tochter wurde auch direkt zum Stillen angelegt. Nach der Geburt mussten wir noch ca. 2 Stunden im Kreissaal verweilen und hatten Ruhe und Zeit uns um unseren Liebling zu Kümmern. Da bei mir durch die PDA nur der Geburtskanal betäubt war, konnte ich direkt aufstehen und mich frei bewegen.
Die Wochenbettstation besteht aus einer Privatstation und einer Station für Kassenpatienten. Da ich Kassenpatientin bin kann ich nur über meine Erfahrung auf der Station für Kassenpatienten berichten. Jedes Zimmer verfügt über 2 bis 3 Betten, einem Badezimmer mit Toilette und Dusche und einer Wickelkommode mit allen nötigen Utensilien wie Windeln, Babykleidung etc. Ein Familienzimmer ist je nach Belegung und Aufpreis auch möglich. Die Zimmer werden erst einmal nur mit einer Person belegt und wenn man Glück hat und wenig Geburt sind dann hat man die ganze Zeit ein Einzelzimmer. Also ich war die ersten Tage allein auf dem Zimmer und war auch froh darüber Ruhe zu haben.
Im Tagdienst sind eine Krankenschwester und eine Hebamme, die sich rund um die Uhr um die Wöchnerinnen kümmern. Die tägliche Visite wird von einer Hebamme durchgeführt. Ärzte bekommt man in der ganzen Zeit nur zu Gesicht, wenn ernste Probleme auftauchen. Das einzige Mal, wo ich im Wochenbett mit einem Arzt zu Gesicht bekam war bei der Abschlussuntersuchung am letzten Tag. Die Betreuung durch eine Hebamme im Wochenbett fand ich wirklich hervorragend und einmalig. Sie unterstützte einen in all seinen Sorgen und Nöten als frischgebackene Mutter und nahm sich viel Zeit für die vielen Fragen und Unklarheiten. Da ich Anfangs Probleme mit dem Stillen hatte, mich mit den unterschiedlichen Stillpositionen unsicher fühlte, entzündete Brustwarzen hatte, wollte ich anfangs mit dem Stillen aufhören, doch dank der kompetenten Betreuung durch die Hebamme und die Schwestern im Kinderzimmer blieb ich bei meinem Vorhaben zu stillen. Dort wird einem sogar gezeigt, wie man ein Tragetuch anlegt.
Wie es in fast allen Kliniken üblich ist, gibt es auch dort das so genannte "Rooming In" d.h. die Mutter kann das Baby, wenn sie möchte Rund um die Uhr auf dem Zimmer haben. Das Baby darf sogar im Bett der Mutter schlafen. Dafür werden dann extra Bettgitter installiert, damit das Baby nicht rausfallen darf. Da meine Tochter anfangs sehr viel geschrieen hat, weil sie viel mütterliche Nähe brauchte, fand ich die Lösung das Baby bei mir im Bett schlafen zu lassen sehr hilfreich.
Morgens und Abend gibt es ein reichhaltiges Büffet mit unterschiedlichen Brotsorten, Aufschnitt, Käse, Obst, Salate, Getränke, Jogurt, Müsli, Getränke etc. Das Büffet gibt es in einem dafür extra eingerichteten Speiseraum auf der Station. Die Büffetlösung ist ganz praktisch, da man dann selbst wählen kann, wann man frühstückt und wann man zu Abend isst. So kann man ohne Stress den Morgen beginnen und in Ruhe sein Kind Stillen, Wickeln und sich selbst fertig machen Schön ist auch, dass man im Speisesaal auch Kontakte zu anderen Müttern knüpfen kann.
Mittags darf man zwischen drei Menues wählen, wovon eines ein Stillmenue ist . Besuch ist auf den Zimmern nicht erlaubt, damit die Mütter ungestört Zeit mit ihren Babys verbringen können. Nur der Vater des Babies darf mit aufs Zimmer. Für Besuch gibt es extra Besucherzimmer, in die man sich mit seinem Besuch zurückziehen kann. Wenn man die einzige Patientin auf dem Zimmer ist, darf man seinen Besuch mit aufs Zimmer nehmen.
Neuerdings besteht im St. Elisabeth auch die Möglichkeit eine geburtsbegleitende Hebamme in Anspruch zu nehmen, die einen schon zu Hause vor der Geburt betreut und später auch bei der Entbindung dabei ist.
Das Neugeborenenzimmer befindet sich gegenüber vom Kreissaal und besteht aus einem Stillraum, Ärztezimmer und zwei Zimmern, wo man die Babys zum Schlafen abgeben kann. In jeder Schicht arbeiten zwei bis drei Kinderkrankenschwester. Der Stillraum ist ausgestattet mit bequemen Stühlen, Stillkissen, Fußhocker, Milchpumpe und Wickelkommode. Hier wird einem von den Schwestern gezeigt, wie man das Baby wickelt und pflegt. Sogar den Vätern wird hier ein Crash-Kurs im Wickeln angeboten. Die Schwestern beobachten einen beim Stillen und korrigieren einen ggf. bei Fehlern oder falscher Stillposition. Auch hier wird man rund um die Uhr hervorragend betreut und man kann wirklich jede Frage zum Baby stellen, auch, wenn sie absolut banal ist. Wenn man nicht möchte, dass das Baby einen Schnuller bekommt, dann wird das auch unterlassen. Die Schwestern nehmen einem das Baby auch gerne ab, wenn man mal Ruhe und Zeit für sich selbst braucht. Die Atmosphäre im Kinderzimmer ist sehr locker und entspannend. Dort verliert man die Unsicherheiten im Umgang mit dem Kind.
Fazit:
Die geburtshilflich - gynäkologische Abteilung des St. Elisabeth Krankenhaus kann ich jeder werdenden Mutter und Vater wirklich mit gutem Gewissen empfehlen. Die Betreuung unter der Geburt ist genauso hervorragend wie die Betreuung im Wochenbett. Sehr gut fand ich den Einsatz von Hebammen auf der Wochenbettstation. Die Abteilung ist sehr stillfreundlich und man wird bestens aufs Stillen vorbereitet. Rund um die Uhr hat man im Wochenbett Betreuung durch Hebammen und Kinderkrankenschwestern, die einen bestens für die Zeit mit dem Baby vorbereiten und jede Unklarheit und Frage, auch wenn sie noch so banal ist, kompetent beantworten. Der einzige Nachteil dieser Abteilung ist, dass es bei Komplikationen oder bei Frühgeburt keine Frühgeborenen- und Kinderstation besitzt und das Neugeborene in die Uniklinik verlegt wird. Also, ich würde mich bei komplikationsloser Schwangerschaft jeder Zeit wieder für diese Entbindungsklinik entscheiden.
2003
Erfahrungsbericht von Claudia
Ich habe am 07.03.01 im St.Elisabeth Krankenhaus in Hohenlind einen Sohn geboren. Das Krankenhaus kannte ich schon vorher, da ich im 4. Monat dort operiert worden bin.
Wir wurden am 06.03.01 gegen 23.00 sehr freundlich von den Hebammen aufgenommen. Zuerst wurde ein CTG gemacht, aber Dustin war am Schlafen also wurde alles mögliche ausprobiert, um ihn wachzumachen. Die Eieruhr, die die Hebamme dann brachte war die Lösung: er war wach. Leider dauerte es noch bis zum nächsten Tag bis wir unseren Sohn in den Armen halten durften. Wir wurden nachts in den Kreißsaal mit dem Partnerbett gebracht, wo wir dann übernachten sollten. Die Hebamme gab mir eine Spritze i.m., damit sich der Mumu etwas schneller öffnet und damit ich noch einige Stunden schlafen konnte, die Spritzte war keine 5 min. in mir, da schlief ich schon tief und fest. Gegen 06.30 wurde ich von der nächsten Hebammenschicht geweckt, auf zum CTG; der Mumu war jetzt auf 8 cm und gegen 11.00 Uhr entschloss man sich, dass die Blase geöffnet werden soll. Ich konnte die ganze Zeit selber bestimmen, ob ich liegen, sitzen oder lieber herumgehen wollte. Gegen 14.15 war wieder ein Wechsel und Hebamme Sonja sagte mir, dass um 15.00 unser Baby da wäre. Er kam um 14.52, war 51 cm groß und wog 3100 gr.
Insgesamt ist der Eindruck vom Krankenhaus sehr positiv. Das Kinderzimmer ist sehr schön, auch die Schwestern stehen immer zur Hilfe, wenn irgendwas ist. Man kann dort auch 24h Rooming-in haben. Ein Stillzimmer gibt es dort auch, wo die Schwestern, besonders die älteren (Morgens und Nacht Kinderkrankenschwester), sehr höflich und zuvorkommend sind. Auch das Essen ist super morgens am Buffet und die restlichen auf dem Zimmer. Ich würde mein zweites Kind dort jederzeit wiederbekommen, weil ich mich dort sehr gut aufgehoben gefühlt habe.